Onlineveranstaltung
Dienstag, 22.6.2021, 19:00h

Fritz Breithaupt

Professor of Germanic Studies, Indiana University Bloomington

Stille-Post-Spiele. Emotionen und das narrative Denken

Gesprächsleitung: Dieter Thomä, St. Gallen

Menschen haben die großartige Fähigkeit, ihre Erfahrungen von einem zum anderen weiterzugeben. In Narrationen und Geschichten erleben wir die Ereignisse von anderen mit und können auch die eigenen Erfahrungen vertiefen. Doch wie genau passiert dies und was verändert sich in der Kommunikation von Erfahrungen? In diesem Vortrag werden die Ergebnisse von Stille-Post-Spielen mit mehreren Tausend Versuchsteilnehmern berichtet, um dem narrativen Denken auf die Spur zu kommen. Eine der Thesen wird dabei sein, dass sich das narrative Denken mit Emotionen belohnt.

Fritz Breithaupt ist Provost Professor an der Indiana University in Bloomington und lehrt Kognitionswissenschaften und Germanistik. Er leitet das »Experimental Humanities Lab« und arbeitet zu Empathie, narrativem Denken und ästhetischen Emotionen. Zu seinen Publikationen gehören Die dunklen Seiten der Empathie (2017), engl. The Dark Sides of Empathy (2019), Kultur der Ausrede (2013) und Der Ich-Effekt des Geldes (2008). Er schreibt regelmäßig für DIE ZEIT.

Dieter Thomä ist Professor für Philosophie an der Universität St. Gallen. Buchveröffentlichungen u.a. Warum Demokratien Helden brauchen. Plädoyer für einen zeitgemäßen Heroismus. (2019), Puer robustus. Eine Philosophie des Störenfrieds (2016), Erzähle dich selbst. Lebensgeschichte als philosophisches Problem (1998).