Vortrag
Freitag, 4.12.2020, 12:00h

Sebastian Cunitz, Julius Matuschik

Kannst du dich ohne Heimat denken? Vielfalt künstlerisch sichtbar machen

  Anmeldung für den Vortrag auf der Tagungsseite “Heimat. Wo alles bleibt, wie es nie war”.
 
 

»Können Sie sich überhaupt ohne Heimat denken?«, wollte der Schweizer Autor Max Frisch in einem seiner berühmten Fragebögen wissen. Die öffentliche Debatte und (nicht nur) die jüngsten Versuche der politischen Rechten, den Begriff zu vereinnahmen, veranlassten auch zahlreiche andere Autor*innen und Künstler*innen, »Heimat« neu oder anders zu denken. Wie lassen sich diese Zugänge in die politische Bildung übernehmen und dort fruchtbar machen? Sebastian Cunitz und Julius Matuschik stellen zwei Initiativen vor, die sich diesem Anliegen verschrieben haben: Das bundesweite Projekt eye_land. heimat, flucht, fotografie (2017/2018) des Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums sowie das Projekt Heimatministerium (2018) des Cameo Kollektivs e.V. Beide Projekte suchen nach individuellen (Be-)Deutungen der Heimat, setzen sich so mit der offenen Gesellschaft der Vielen auseinander und eröffnen kreative Zugänge zu diversen Vorstellungen von Heimat.

Sebastian Cunitz ist gelernter Kaufmann im Einzelhandel, Fotograf und Master of Design and Media. Er ist Mitgründer der Galerie BOHAI, des Cameo Kollektivs e.V. und der Agentur für kreative Zwischenraumnutzung in Hannover. Als Geschäftsführer und Projektleiter des Cameo Kollektivs e.V. erforscht er, wie man attraktive Angebote für die Vielen in einer Offenen Gesellschaft gestaltet.

Julius Matuschik studierte Fotojournalismus und Dokumentarfotografie. Er arbeitet als Geschäftsführer für das Cameo Kollektiv e.V. und setzt dort Projekte der kulturellen und politischen Bildung um. Als Fotojournalist entwickelt er neue visuelle Formate, die der gesellschaftlichen Diversität gerecht werden und Vielfalt sichtbar machen sollen.